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Größter gemeinsamer Teiler

Unter allen gemeinsamen Teilern zweier positiver natürlicher Zahlen m und n, gibt es wegen der Endlichkeit der Menge der gemeinsamen Teiler, einen größten, dieser heißt dann logischerweise größter gemeinsamer Teiler und wird mit ggT abgekürzt.

Wenn zwei Zahlen nur den gemeinsamen Teiler 1 besitzen, so heißen sie teilerfremd. Es gilt dann m, n teilerfremd . Eine andere Bezeichnung für teilerfremd ist relativ prim.

Wenn man zwei natürliche Zahlen in ihre Primfaktoren zerlegt, kann man den größten gemeinsamen Teiler sofort ablesen. Es handelt sich um die Zahl, die sich durch Multiplikation der gemeinsamen Primfaktoren ergibt.

Beispiele

1) ggT(4;6) = 2

2) ggT(24;30) = 6, denn und haben die gemeinsamen Primfaktoren 2 und 3.


Euklidischer Algorithmus

Die Zerlegung einer natürlichen Zahl in Primfaktoren kann bei größeren Zahlen sehr aufwändig sein. Der Euklidische Algorithmus bietet eine Methode zur Berechnung des größten gemeinsamen Teilers, die ohne die Zerlegung in Primfaktoren auskommt. Der Algorithmus arbeitet für zwei natürliche Zahlen m und n wie folgt

  1. Wenn n < m vertausche m und n
  2. Setze r = m - n
  3. Setze m = n und n = r
  4. Wenn r > 0 gehe zu 1.

Wenn der Algorithmus bei r = 0 abbricht, dann ist m der gesuchte ggt.

Man kann den Algorithmus auch verfeinern, indem man im 3. Schritt r als Rest bei der Division von m durch n definiert. Dadurch werden lange Subtraktionsketten vermieden.

Beispiel

Für m = 30 und n = 24 erhalten wir nach dem Euklidischen Algorithmus folgende Berechnungskette:

m n r
30 24 6
24 6 18
18 6 12
12 6 0

Der größte gemeinsame Teiler ist also 6.

Satz 5303K

Zwei positive natürliche Zahlen m und n sind genau dann teilerfremd, wenn es natürliche Zahlen x und y gibt mit xm - yn = 1. Formal:

Satz 5303H

Wenn eine natürliche Zahl k dass Produkt teilt und zu m teilerfremd ist, dann ist k Teiler von n. Formal:

Beweis

Wenn ggT(k;m) = 1 gibt es nach Satz 5303K natürliche Zahlen x und y mit kx - my = 1. Wenn wir die Gleichung mit n multiplizieren, ergibt sich: nkx - nmy = n.

Nun ist sicherlich k | nkx und wegen der Voraussetzung ist k | mn und damit k | nmy. Nach Satz 5303L gilt dann auch k | nkx - nmy also k | n.


Die beste von allen Sprachen der Welt ist eine künstliche Sprache, eine ziemlich gedrängte Sprache, die Sprache der Mathematik.

N. I. Lobatschewski

 

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