Formelsammlung Mathe

 

Inhalt

+- Grundlagen der Mathematik
+- Diskrete Mathematik
+- Algebra
+- Lineare Algebra
-- Geometrie
   -- Elementargeometrie
      +- Euklidische Geometrie
      +- Planimetrie
      -- Stereometrie
         -- Körper
             Volumen
            -- Polyeder
               +- Prismen
               +- Pyramiden
               -- Platonische Körper
                   Tetraeder
                   Würfel
                   Oktaeder
                   Dodekaeder
                   Ikosaeder
                Archimedischer
                Körper
                Eulerscher
                Polyedersatz
            +- Zylinder
            +- Kegel
             Kugel
             Torus
       Sphärische Geometrie
      +- Trigonometrie
   +- Analytische Geometrie
+- Analysis
+- Differentialgleichungen
+- Funktionalanalysis
+- Differentialgeometrie
+- Topologie
+- Numerik
+- Stochastik
+- Unsortiertes
+- Anbieterkennzeichnung






Weiterbildung für alle! Über 200 Fernlehrgänge an Deutschlands größter Fernschule!

SGD_Banner_160x160

Würfel

Hexaeder
Hexaeder
Der Würfel (auch gleichseitiger Hexaeder , von griech. hexáedron, "Sechsflächner", oder Kubus, von lat. cubus, "Würfel") ist einer der fünf platonischen Körper, genauer ein (dreidimensionales) Polyeder (ein Vielflächner) mit

  • sechs (kongruenten) Quadraten als Begrenzungsflächen
  • zwölf (gleichlangen) Kanten und
  • acht Ecken, in denen jeweils drei Begrenzungsflächen zusammentreffen

Der Würfel ist ein spezielles (dreidimensionales) Parallelepiped (Parallelflach), ein spezieller (nämlich gleichseitiger) Quader sowie ein spezielles gerades quadratisches Prisma.


Symmetrie

Zeichnung eines Würfels
Zeichnung eines Würfels
Wegen seiner hohen Symmetrie - alle Ecken, Kanten und Seiten sind untereinander gleichartig - ist der Würfel ein reguläres Polytop. Er hat

  • drei vierzählige Drehachsen (durch die Mittelpunkte gegenüberliegender Seiten),
  • vier dreizählige Drehachsen (durch gegenüberliegende Ecken),
  • sechs zweizählige Drehachsen (durch die Mittelpunkte gegenüberliegender Kanten) und
  • neun Spiegelebenen (sechs Ebenen durch jeweils vier Ecken, drei Ebenen durch je vier Kantenmittelpunkte),
  • drei vierzählige Drehspiegelachsen (durch die Mittelpunkte gegenüberliegender Seiten),
  • vier dreizählige Drehspiegelachsen (durch gegenüberliegende Ecken)

und ist

  • punktsymmetrisch (zentralsymmetrisch).

Für eine vierzählige Drehachse gibt es 3 Symmetrieoperationen (Drehung um 90°, 180° und 270°), für eine dreizählige Drehachse dementsprechend 2 Symmetrieoperationen. Insgesamt hat die Symmetriegruppe des Würfels 48 Elemente. Man bezeichnet sie in der Notation von Schönflies als Oh , in der Notation von Hermann / Mauguin als 4/m3 2/m oder allgemein aber etwas ungenau als Oktaeder- bzw. Würfelgruppe.

Beziehungen zu anderen Polyedern

Der Würfel ist das zum Oktaeder duale Polyeder (und umgekehrt). Außerdem beschreiben die Eckpunkte des Würfels zwei punktsymmetrische reguläre Tetraeder, welche zusammen das Sterntetraeder als weiteren regulären Körper bilden.

Mithilfe von Würfel und Oktaeder können zahlreiche Körper konstruiert werden, die ebenfalls die Würfelgruppe als Symmetriegruppe haben. So erhält man zum Beispiel

  • den abgestumpften Würfel mit 6 Achtecken und 8 Dreiecken
  • das Kuboktaeder mit 6 Quadraten und 8 Dreiecken, also 14 Seiten, und 12 Ecken
  • das abgestumpfte Oktaeder mit 6 Quadraten und 8 Sechsecken

als Durchschnitte eines Würfels mit einem Oktaeder (siehe archimedische Körper) und

  • das Rhombendodekaeder mit 6+8 = 14 Ecken und 12 Rhomben als Seiten

als konvexe Hülle einer Vereinigung eines Würfels mit einem Oktaeder.

Der Würfel ist Baustein der regulären Würfelparkettierung.

Formeln

Formeln zum Würfel (Hexaeder)
Volumen V = a3
Oberflächeninhalt AO = 6 a2
Umkugelradius
Inkugelradius
Länge einer Raumdiagonale
Volumenanteil an der Umkugel (UK)

Hexaeder in der Chemie

Eine organische Verbindung, die wie ein Würfel aufgebaut ist, die nach dem englischen Cube (engl. für Würfel) benannte Cuban.

Verallgemeinerung

Auch die Analoga des Würfels in beliebiger Dimension n werden als (n-dimensionale) Würfel (oder Hyperwürfel) bezeichnet und sind ebenfalls reguläre Polytope. Der n-dimensionale Würfel hat 2n Ecken und 2n (n-1)-dimensionale Würfel als (n-1)-dimensionale Seiten (Facetten). Der vierdimensionale Hyperwürfel (Tesserakt) hat 16 Ecken, 32 Kanten, 24 Seitenflächen und 8 Seitenwürfel. (Der eindimensionale Würfel ist eine Strecke, der zweidimensionale Würfel ist das Quadrat.)

Ein Modell für den n-dimensionalen Würfels ist der Einheitswürfel In im Vektorraum . Und zwar ist der abgeschlossene Einheitswürfel

Der Einheitswürfel ist ein achsenparalleler Würfel mit der Kantenlänge 1 und einer Ecke im Koordinatenursprung. Eine Verallgemeinerung dieses Konzepts sind Quader im , die in der mehrdimensionalen Analysis eine Rolle spielen.


Man darf nicht das, was uns unwahrscheinlich und unnatürlich erscheint, mit dem verwechseln, was absolut unmöglich ist.

Carl Friedrich Gauß

 

Copyright- und Lizenzinformationen zu dieser Seite

Druckansicht     

Impressum: Wurzelzieher Mathepedia  •  Thomas Steinfeld  • Dorfplatz 25  •  17237 Blankensee  • Tel.: 01734332309 (Vodafone/D2)  •  Email: matһе@wυrzеlzιeher.de

Amazon.de empfiehlt:

Leitfaden Geometrie: Für Studierende der Lehrämter

Susanne Müller-Philipp

 

Elemente der Geometrie

Harald Scheid

 

Geometrie für Dummies

Wendy Arnone

 

Geometrie: Anwendungsbezogene Grundlagen und Beispiele

Martin Nitschke

 

Geometrie und ihre Anwendungen: In Kunst, Natur und Technik

Georg Glaeser

 

Geo-Profi - Ausgabe 2005: Geo-Profi. Geometrie 3. und 4. Sch...

Rosemarie Reiß

 

Bücher zum Thema Geometrie auf
bol.de
buch.de
buecher.de
libri.de


RT=0.6s; ZS=0.0s; N=3