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PyramidenDie Pyramide gehört zu den (dreidimensionalen) Körpern, die in der Geometrie betrachtet werden.
Definition und BegriffeEine Pyramide ist ein spezielles Polyeder (also ein Vielflächner). Sie wird begrenzt von einem Vieleck (Polygon) beliebiger Eckenzahl (der Grundfläche) und mindestens drei Dreiecken (Seitenflächen), die in einem Punkt (der Spitze der Pyramide) zusammentreffen. Die Gesamtheit der Seitenflächen bezeichnet man als Mantelfläche. Hat die Grundfläche einer Pyramide
Für die Berechnung des Pyramidenvolumens (siehe unten) ist der Begriff der Höhe wichtig. Man versteht darunter den (kürzesten) Abstand der Spitze von der Ebene, in der die Grundfläche liegt. Der Fußpunkt der Höhe muss dabei nicht unbedingt im Inneren der Grundfläche liegen. SpezialfälleTetraederEine Pyramide, die als Grundfläche ein gleichseitiges Dreieck hat und deren drei Seitenflächen ebenfalls gleichseitige, zur Grundfläche kongruente Dreiecke sind, nennt man Tetraeder (Vierflächner), da sie aus vier gleichen Flächen besteht. Wenn man sie umkippen würde, würde sie noch genauso aussehen wie vorher. Gerade PyramideEine Pyramide heißt gerade, wenn alle Seitenkanten (d.h. alle Kanten, die von der Spitze ausgehen) gleich lang sind. Aus dieser Bedingung folgt, dass die Grundfläche einen Umkreis besitzen muss. Es existiert also nicht zu jeder Grundfläche eine gerade Pyramide. Regelmäßige (reguläre) PyramideVon einer regelmäßigen oder regulären Pyramide spricht man, wenn die Grundfläche ein regelmäßiges Vieleck ist und der Mittelpunkt dieses Vielecks zugleich der Fußpunkt der Pyramidenhöhe ist. Jede regelmäßige Pyramide ist daher auch gerade. Zu den regelmäßigen Pyramiden zählen neben den schon erwähnten regelmäßigen Tetraedern auch die quadratischen Pyramiden. Diese haben ein Quadrat als Grundfläche, wobei die Verbindungsstrecke zwischen dem Quadratmittelpunkt und der Pyramidenspitze senkrecht zur Grundfläche verläuft. EigenschaftenDer Schwerpunkt einer Pyramide liegt auf der Verbindungsstrecke zwischen dem Schwerpunkt der Grundfläche und der Pyramidenspitze. Er teilt diese Strecke im Verhältnis 1:3. Im Spezialfall einer geraden regulären Pyramide liegt der Schwerpunkt daher in einer Höhe von Oberflächenberechnung (quadratische Pyramide)Die Oberfläche einer quadratischen Pyramide besteht aus der quadratischen Grundfläche (G) und dem Mantel (M) Ist die Seitenlänge (a) gegeben, ergibt sich folgende Formel: Mantelflächenberechnung (quadratische Pyramide)Bei einer regelmäßigen Pyramide mit quadratischer Oberfläche setzt sich die Mantelfläche aus den vier Flächen kongruenter, gleichschenkliger oder eventuell auch gleichseitiger Dreiecke zusammen. Sind die Seitenlänge (a) und die Pyramidenhöhe (h) gegeben, so ergeben sich folgende Formeln beziehungsweise Lösungsgleichungen: Die Fläche eines dieser Dreiecke ist: Hierbei ist Aus dem Satz des Pythagoras ergibt sich: daraus folgt: Längenberechnung der Steilkanten (quadratische Pyramide)Neben den vier Grundflächenkanten (a), die mit der Seitenlänge identisch sind, besitzt die quadratische Pyramide noch vier gleich lange Steilkanten auch Grate genannt (AS), (BS), (CS) und (DS), welche von den Eckpunkten der Grundfläche ausgehen und nach oben ansteigend sich in der Pyramidenspitze (S) treffen. Sind die Seitenlänge (a) und die Pyramidenhöhe (h) gegeben, so ergeben sich folgende Formeln beziehungsweise Lösungsgleichungen: Zunächst muss die Länge der Grundflächendiagonale (d) berechnet werden. Diese ergibt sich aus dem Satz des Pythagoras: Für die weitere Berechnung benötige ich die Hälfte von (d), also: Zur Berechnung von AS verwendet man wieder den Satz des Pythagoras: Berechnung der Gesamtkantenlänge (quadratische Pyramide)Die Gesamtkantenläge der quadratischen Pyramide (K) setzt sich aus den vier Seitenlängen (a) und den vier gleich langen Graten (AS), (BS), (CS) und (DS) zusammen. Sind wiederum die Seitenlänge (a) und die Pyramidenhöhe (h) gegeben, ergibt sich für die Gesamtkantenläge folgende Lösungsgleichung:
VolumenberechnungFormelDas Volumen
Diese Formel gilt für alle Pyramiden. Es spielt also keine Rolle, ob die Grundfläche ein Dreieck, Viereck, Fünfeck, ... ist. Die Formel ist auch gültig, wenn der Höhenfußpunkt nicht mit dem Grundflächenmittelpunkt übereinstimmt oder die Grundfläche gar keinen Mittelpunkt besitzt. Im Spezialfall einer quadratischen Pyramide ergibt sich Elementargeometrische BegründungDie erwähnte Volumenformel lässt sich elementargeometrisch in drei Schritten begründen:
Zum Beweis dieser Aussage kann man das Prinzip von Cavalieri und die Gesetze der zentrischen Streckung heranziehen.
Diese Behauptung ergibt sich aus der Möglichkeit, ein gerades Dreiecksprisma mit der Grundfläche
Zu einer gegebenen Pyramide gibt es nämlich eine Dreieckspyramide mit gleicher Grundfläche und gleicher Höhe, die nach 1. das gleiche Volumen besitzt. Da nach 2. die Volumenformel für die Dreieckspyramide richtig ist, muss diese Formel auch für die ursprüngliche Pyramide gelten. Begründung mit Hilfe der IntegralrechnungDer Rauminhalt einer Pyramide mit der Grundfläche
Das Volumen einer Schicht ist dann dV = A(y)dy. Schließlich ist das Volumen der Pyramide die Summe der Volumina aller einzelnen Schichten. Diese Summe ergibt sich durch Integration von y=0 bis y=h.
VerallgemeinerungDie Pyramide erfüllt die allgemeine Definition eines Kegels. Verwandte BegriffeWeitere geometrische Körper, die in engem Zusammenhang mit dem Begriff der Pyramide stehen, sind der Pyramidenstumpf (eine parallel zur Grundfläche "abgeschnittene" Pyramide) und die Bipyramide, die aus zwei Pyramiden zusammengesetzt ist.
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