Inhalt - Grundlagen der Mathematik
- Diskrete Mathematik
- Algebra
- Lineare Algebra
- Geometrie
- Analysis
- Differentialgleichungen
- Funktionalanalysis
- Differentialgeometrie
- Topologie
- Numerik
- Stochastik
- Wahrscheinlichkeitstheorie
- Zufallsvariablen
- Wahrscheinlichkeitsverteilungen
Gleichverteilung
Normalverteilung
Inverse Normalverteilung
Exponentialverteilung
Binomialverteilung
Poisson-Verteilung
Gammaverteilung
Chi-Quadrat-Verteilung
Erlang-Verteilung
F-Verteilung
Betaverteilung
Monte-Carlo-Methode
Statistik
- Unsortiertes
- Anbieterkennzeichnung
|
Gleichverteilung
Der Begriff Gleichverteilung stammt aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung und beschreibt eine Wahrscheinlichkeitsverteilung, wobei im diskreten Fall jeder mögliche Zustand mit der gleichen Wahrscheinlichkeit eintritt. Im stetigen Fall betrifft es eine Verteilung mit konstante Dichte. Der Grundgedanke einer Gleichverteilung ist, dass es keine Präferenz gibt.
Beispielsweise gibt es beim Würfeln sechs elementare Zustände, nämlich Augenzahlen, die der Würfel nach dem Wurf zeigen kann: eins, zwei, drei, vier, fünf oder sechs. Die Wahrscheinlichkeit eines jeden dieser Zustände, einzutreten, ist 1/6, denn die Summe der Einzelwahrscheinlichkeiten muss 1 ergeben, und sie alle sollen gleich sein.
Auf einem Wahrscheinlichkeitsraum  ist die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses A, wenn  gleichverteilt ist, gleich  .
Die Gestalt von  , also die Berechnung der Wahrscheinlichkeit, hängt von  ab.
Endliches 
Hat  nur endlich viele Elemente, so ist die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses A mit  gleich  = (Anzahl der Elemente von A) / (Anzahl der möglichen Fälle). Man spricht dann von einer diskreten Gleichverteilung.
Stetiger Fall
Ist  , besitzt also  n reelle Koordinaten, so muss das Volumen von  mit 0 <  <  , bestimmt werden. Ist  , so gilt für ein Intervall  von a bis b:  (I) = b - a. Die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses A ist gleich  . Die Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion ist hier eine konstante Funktion  mit  . Man spricht hier von der stetigen Gleichverteilung.
Beispiele
- Beim Würfeln ist die Wahrscheinlichkeit einer Augenzahl zwischen eins und sechs, gewürfelt zu werden, 1/6.
- Beim Münzwurf ist die Wahrscheinlichkeit einer der beiden Seiten, oben zu liegen, 1/2.
- Im Weißen Rauschen sind die Frequenzen gleichverteilt, und zwar stetig.
Laplace
Die Gleichverteilung war Forschungsgebiet für Pierre-Simon Laplace, der vorschlug, dass man, wenn man auf einem Wahrscheinlichkeitsraum das Wahrscheinlichkeitsmaß nicht kenne, erst einmal Gleichverteilung annehmen solle (Indifferenzprinzip). Nach ihm nennt man einen Wahrscheinlichkeitsraum  für endliches  auch Laplace-Raum.
Siehe auch
Gesetz der kleinen Zahlen
Nicht etwa, daß bei größerer Verbreitung des Einblickes in die Methode der Mathematik notwendigerweise viel mehr Kluges gesagt würde als heute, aber es würde sicher viel weniger Unkluges gesagt.
Karl Menger Copyright- und Lizenzinformationen zu dieser SeiteDruckansicht
Impressum: Wurzelzieher Mathepedia • Thomas Steinfeld
• Dorfplatz 25 • 17237 Blankensee
• Tel.: 01734332309 (Vodafone/D2) •
Email: matһе@wυrzеlzιeher.de
| Amazon.de empfiehlt:  Mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit. Logisches D... Hans-Hermann Dubben  Das Ziegenproblem: Denken in Wahrscheinlichkeiten Gero von Randow  Statistik für Nichtstatistiker: Zufall und Wahrscheinlichkei... Karl Bosch  Kinder entdecken Stochastik: Daten, Wahrscheinlichkeit und K... Susanne Lehner  Elementare Einführung in die Wahrscheinlichkeitsrechnung: Mi... Karl Bosch  Wahrscheinlichkeitsrechnung für Dummies Deborah Rumsey
Bücher zum Thema Wahrscheinlichkeit auf
•
bol.de
•
buch.de
•
buecher.de
•
libri.de
|