Inhalt - Grundlagen der Mathematik
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- Lineare Algebra
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Beispiele
Lineare Abhängigkeit
- Unterräume
- Erzeugendensysteme und
Basis
- Basen
Dimension
- Lineare Abbildungen
Klassifikationssatz
Dimensionsformel
Dualräume
Konvexe Mengen
Quotientenvektorräume
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- Eigenwerte
- Geometrie
- Analysis
- Differentialgleichungen
- Funktionalanalysis
- Differentialgeometrie
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Dimension eines Vektorraums
Nach dem Basissatz sind alle Basen von Vektorräumen gleichmächtig. Daher ist die folgende Definition gerechtfertigt. Unter der Dimension eines Vektorraums V (Abkürzung dim V) verstehen bei endlich erzeugten Vektorräumen, die Anzahl der Elemente einer Basis (0 im Falle des Nullvektorraums). Bei nicht endlich erzeugten Vektorräumen setzen wir  .
Ist die Dimension eines Vektorraums endlich nennen wir ihn endlich dimensional.
Beispiele
Für einen Körper K ist dim Kn
= n, da die n Einheitsvektoren eine Basis bilden. Analog gilt  .
Sei  als Vektorraum über  aufgefasst. Dann bildet {1, i} eine Basis also gilt  .
Fassen wir  als Vektorraum über  auf, so gilt  . Wäre nämlich  ein endlich dimensionaler Vektorraum über  , dann könnte er wegen der Abzählbarkeit von  (Satz 15XC) nur abzählbar viele Elemente haben, im Widerspruch zur Überabzählbarkeit der reellen Zahlen (Satz 15XD).
Durch den folgenden Dimensionssatz ist die Dimension der Summe von Teilräumen mit der Dimension der Teilräume verknüpft.
Satz 15XE (Dimensionssatz)
Sei V ein endlich dimensionaler Vektorraum über den Körper K und U, W seien Teilräume von V. Dann gilt:
Beweis
Sei {b1
, ..., bk
} eine Basis von  . Diese lässt sich nach dem Basisergänzungssatz mit Elementen aus U zu {b1
, ..., bk
, u1
, ..., um
}, einer Basis von U ergänzen und ebenso mit Elementen aus W zu {b1
, ..., bk
, w1
, ..., wn
}, einer Basis von W. Wir zeigen nun, dass B := {b1
, ..., bk
, u1
, ..., um
, w1
, ..., wn
} eine Basis von U + W ist. B ist offensichtlich ein Erzeugendensystem für U + W, wir müssen damit lediglich zeigen, dass B linear unabhängig ist. Sei nun
eine Linearkombination des Nullvektors. Dann ist:
Auf Grund dieser Darstellung gilt einerseits  und andererseits  , also  . Dann lässt sich aber v auch mit Elementen der Basis von  linear kombinieren. Es gilt  und mit (2):
Nun ist {b1
, ..., bk
, u1
, ..., um
} eine Basis von U und nach Satz 15X4 ist die Basisdarstellung eindeutig. Es gilt damit  für i = 1...m. Setzen wir dies nun in (1) ein, ergibt sich:
Es sind die {b1
, ..., bk
, w1
, ..., wn
} eine Basis von W, damit gilt nun  für i = 1...k und  für j = 1...n.
Dann lässt sich aber auch die Linearkombination (1) nur trivial erfüllen und B bildet eine Basis für U + W. Es ist also:
dim(U + W) = k + m + n = (k + n) + (m + n) - n   .  
Ein Mathematiker, der nicht irgendwie ein Dichter ist, wird nie ein vollkommener Mathematiker sein.
Karl Weierstraß Copyright- und Lizenzinformationen zu dieser SeiteDruckansicht
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