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DeterminantenIn der Linearen Algebra ist die Determinante eine spezielle Funktion, die einer quadratischen Matrix oder einem linearen Endomorphismus eine Zahl zuordnet. Zum Beispiel hat die 2×2-Matrix
Die Formel für größere Matrizen wird weiter unten angegeben. Die Determinante von Mit Hilfe von Determinanten kann man feststellen, ob ein Lineares Gleichungssystem eindeutig lösbar ist. Dies ist genau dann der Fall, wenn die Determinante der Koeffizientenmatrix ungleich null ist. Entsprechend ist eine quadratische Matrix genau dann invertierbar wenn ihre Determinante ungleich null ist. Man bildet die Determinante von Determinanten werden zur Berechnung von Volumina in der Vektorrechnung verwendet: der Absolutbetrag der Determinante von reellen Vektoren ist gleich dem Volumen des Parallelepipeds (auch Spat genannt), das durch diese Vektoren aufgespannt wird. Eine Folgerung ist: Wird die lineare Abbildung GeschichteHistorisch gesehen wurden Determinanten bereits vor den Matrizen betrachtet. Ursprünglich war eine Determinante als eine Eigenschaft eines linearen Gleichungssystems definiert. Die Determinante "determiniert", ob das Gleichungssystem eine eindeutige Lösung besitzt (dies ist genau dann der Fall, wenn die Determinante ungleich Null ist). In diesem Zusammenhang wurden 2×2-Matrizen von Cardano Ende des 16. Jahrhunderts und größere von Leibniz ungefähr 100 Jahre später behandelt. Definition und BerechnungSei Matrizen bis zur Größe 3×3Für eine nur aus einem Koeffizienten bestehende 1×1-Matrix
Falls
Für eine 3×3-Matrix
Will man diese Determinante von Hand berechnen, so stellt die Regel von Sarrus dafür ein einfaches Schema zur Verfügung. Leibniz-FormelFür eine allgemeine Die Summe wird über alle Permutationen Diese Formel enthält Gauß-Algorithmus zur DeterminantenberechnungIm Allgemeinen können Determinanten mit dem Gauß-Algorithmus unter Verwendung der folgenden Regeln berechnet werden:
Beginnend mit einer beliebigen quadratischen Matrix benutzt man die letzten vier Regeln, um die Matrix in eine obere Dreiecksmatrix zu überführen, und berechnet dann die Determinante als Produkt der Diagonalelemente. Laplacescher EntwicklungssatzMit dem Laplaceschen Entwicklungssatz kann man die Determinante einer Matrix "nach einer Zeile oder Spalte entwickeln". Die beiden Formeln lauten
wobei Genau genommen gibt der Entwicklungssatz nur ein Verfahren an, die Summanden der Leibniz-Formel in einer bestimmten Reihenfolge zu berechnen. Dabei wird die Determinante bei jeder Anwendung um eine Dimension reduziert. Falls gewünscht, kann das Verfahren so lange angewandt werden, bis sich ein Skalar ergibt. Der Laplace'sche Entwicklungssatz ist bei kleinen Matrizen und Matrizen mit vielen Nullen sehr effizient. Ein Beispiel ist
EigenschaftenProduktregelDie Determinante ist eine multiplikative Abbildung in dem Sinne, dass
Multiplikation mit SkalarenEs ist einfach zu sehen, dass
InversesFalls
Transponierte MatrixEine Matrix und ihre Transponierte haben dieselbe Determinante:
Ähnliche MatrizenFalls
Deswegen kann man die Determinante einer linearen Abbildung Es gibt Matrizen, die die gleiche Determinante haben, aber nicht ähnlich sind. AbleitungDie Determinante von reellen quadratischen Matrizen fester Dimension
wobei
oder vereinfacht,
falls die Werte der Matrix
VerallgemeinerungenEs ist sinnvoll, die Determinante für Matrizen zu definieren, deren Einträge in einem kommutativen Ring liegen. Die Regeln zur Berechnung, die Leibniz-Formel und die Kompatibilität mit der Matrix-Muliplikation bleiben gültig, mit der Ausnahme, dass nun eine Matrix Für manche Zwecke betrachtet man auch formale Determinanten, deren Einträge sowohl Skalare als auch Vektoren sind, z.B. bei der Definition eines verallgemeinerten Kreuzprodukts. Diese werden mit der Leibniz-Formel berechnet (selbstverständlich dürfen dabei keine Vektoren miteinander multipliziert werden). Ähnliche BegriffeDie Permanente ist ein "vorzeichenloses" Analogon zur Determinante, wird allerdings viel seltener verwendet. Siehe auch
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