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BinomialverteilungDie Binomialverteilung (manchmal nicht ganz korrekt auch Bernoulli-Verteilung genannt) ist eine der wichtigsten diskreten Wahrscheinlichkeitsverteilungen. Sie beschreibt den wahrscheinlichen Ausgang einer Folge von gleichartigen Versuchen, die jeweils nur zwei mögliche Ergebnisse haben, also die Ergebnisse von Bernoulli-Prozessen. Wenn das gewünschte Ergebnis eines Versuches die Wahrscheinlichkeit Die Binomialverteilung ist zur Beschreibung von Zufallsgrößen der folgenden Art geeignet:
Die Binomialverteilung bzw. der Bernoulliversuch kann mit Hilfe des Galtonbretts veranschaulicht werden. Dabei handelt es sich um eine mechanische Apparatur, in die man eine beliebige Zahl von Kugeln werfen kann. Diese fallen dann zufällig in eines von mehreren Fächern, wobei die Aufteilung der Binomialverteilung entspricht. Definition der BinomialverteilungDie diskrete Wahrscheinlichkeitsverteilung heißt die Binomialverteilung zu den Parametern Dabei wird nur den Zahlen
was eine notwendige Bedingung für eine Wahrscheinlichkeitsverteilung darstellt. Eine diskrete Zufallsgröße
und damit die Verteilungsfunktion besitzt. Eigenschaften der BinomialverteilungSymmetrie
Erwartungswert und VarianzDie Binomialverteilung besitzt den Erwartungswert BeweisDen Erwartungswert errechnet man direkt aus der Definition
oder alternativ mit der Summenregel für Erwartungswerte, wenn man berücksichtigt, dass die identischen Einzelprozesse der Bernoulli-Verteilung mit
Die Varianz bestimmt sich analog direkt aus dem Verschiebungssatz oder alternativ aus der Summenregel für die Varianz unabhängiger Zufallsvariablen, wenn man berücksichtigt, dass die identischen Einzelprozesse der Bernoulli-Verteilung mit
VariationskoeffizientAus Erwartungswert und Varianz erhält man sofort den Variationskoeffizienten
Schiefe und WölbungDie Schiefe ergibt sich zu
Die Wölbung lässt sich ebenfalls geschlossen darstellen als
Charakteristische FunktionDie charakteristische Funktion hat die Form
Erzeugende FunktionFür die erzeugende Funktion erhält man
Momenterzeugende FunktionDie momenterzeugende Funktion der Binomialverteilung ist
Summe binomialverteilter ZufallsgrößenFür die Summe
also wieder eine binomialverteilte Zufallsgröße, jedoch mit den Parametern Allgemein gilt: Wenn die Beziehung zu anderen VerteilungenÜbergang zur Bernoulli-VerteilungDie Summe von identischen Bernoulli-verteilten Zufallsgrößen genügt der Binomialverteilung. Übergang zur NormalverteilungIm Grenzfall Es gilt: Eine Faustregel besagt, dass diese Näherung brauchbar ist, sofern Übergang zur Poisson-VerteilungEine asymptotisch asymmetrische Binomialverteilung, deren Erwartungswert
Eine Faustregel besagt, dass diese Näherung brauchbar ist, sofern Die Poisson-Verteilung ist also die Grenzverteilung der Binomialverteilung für große Beziehung zur negativen BinomialverteilungDie negative Binomialverteilung hingegen beschreibt die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Anzahl der Versuche, die erforderlich sind, um in einem Bernoulli-Prozess eine vorgegebene Anzahl von Erfolgen zu erzielen. Die Zahl der Misserfolge bis zum erstmaligen Eintritt eines Erfolgs wird durch die geometrische Verteilung beschrieben. Beziehung zur Hypergeometrischen-VerteilungBei der Binomialverteilung werden die ausgewählten Stichproben wieder zur Auswahlmenge zurückgeführt, können also zu einem späteren Zeitpunkt erneut ausgewählt werden. Werden im Gegensatz dazu die Stichproben nicht zur Grundgesamtheit zurückgegeben, dann kommt die Hypergeometrische Verteilung zur Anwendung. Beide gehen bei großem Umfang Beziehung zur Multinomial-VerteilungDie Binomialverteilung ist ein Spezialfall sowohl der Multinomialverteilung als auch der Panjer-Verteilung. BeispieleSymmetrische Binomialverteilung (p gleich 1/2)Dieses Bild zeigt die Binomialverteilung für Diese Funktion ist spiegelsymmetrisch um den Wert
wie die folgende Auftragung zeigt: Die Breite der Verteilung wächst proportional zur Standardabweichung Das folgende Bild zeigt noch einmal reskalierte Binomialverteilungen, nun für andere Werte von
Dies ist die Wahrscheinlichkeitsdichte zur Standard-Normalverteilung Und hier die gleichen Daten in einer halblogarithmischen Auftragung, die sehr zu empfehlen ist, wenn man überprüfen möchte, ob auch seltene Ereignisse, die um mehrere Standardabweichungen vom Erwartungswert abweichen, einer Binomial- oder Normalverteilung folgen: Allgemeiner Fall (p
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| B(k|0,2; 5) | |
| k | Wahrscheinlichkeit in % |
| 0 | 32,768 |
| 1 | 40,96 |
| 2 | 20,48 |
| 3 | 5,12 |
| 4 | 0,64 |
| 5 | 0,032 |
| 100 | |
| Erw.Wert | 1 |
| Varianz | 0.8 |
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person in diesem Jahr an einem Wochenende Geburtstag hat, beträgt 2/7. In einem Raum halten sich 10 Personen auf (Darunter sind keine Zwillinge). Die Verteilung B(k|2/7; 10) gibt die Wahrscheinlichkeit dafür an, dass genau k der Anwesenden in diesem Jahr an einem Wochenende Geburtstag haben.
| B(k|2/7; 10) | |
| k | Wahrscheinlichkeit in % |
| 0 | 3,457161303360777 |
| 1 | 13,828645213443108 |
| 2 | 24,89156138419759 |
| 3 | 26,55099880981076 |
| 4 | 18,585699166867535 |
| 5 | 8,921135600096417 |
| 6 | 2,973711866698805 |
| 7 | 0,6797055695311554 |
| 8 | 0,1019558354296733 |
| 9 | 0,009062740927082069 |
| 10 | 0,0003625096370832828 |
| 100 | |
| Erw.Wert | 2,8571428571428568 |
| Varianz | 2,040816326530612 |
253 Personen sind zusammen gekommen. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass niemand der Anwesenden an einem zufällig ausgewählten Tag Geburtstag hat?
Die Wahrscheinlichkeit eines Einzelereignisses beträgt ![]()
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Das Ergebnis sieht völlig anders aus, wenn nicht nach der Geburtstagswahrscheinlichkeit an einem Tag im Jahr gefragt wird, sondern nach der Wahrscheinlichkeit gemeinsamer Geburtstage. Statt 365 Tagen steht nur noch eine Anzahl unterschiedlicher Tage zur Verfügung, die höchstens der Zahl der Personen entspricht, siehe Geburtstagsproblem.
Anmerkung: Rechnet man mit 364/365 anstatt mit dem gerundeten Wert 0,003, so ergibt sich für k=0 (keiner der 235 Personen im Raum hat Geburtstag) eine Abweichung der Wahrscheinlichkeit um 3% ( P(k=0)=52%)
In einer Meinungsumfrage unter n Personen geben k Personen an, die Partei A zu wählen. Bestimme ein 95% -Konfindenzintervall.
Eine Lösung des Problems ohne Rückgriff auf die Normalverteilung findet sich im Artikel Konfidenzintervall einer unbekannten Wahrscheinlichkeit.
Mittels folgender Formel lässt sich die Wahrscheinlichkeit dafür errechnen, dass
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Zufallszahlen zur Binomialverteilung werden üblicherweise mit Hilfe der Inversionsmethode erzeugt.
Die ganzen Zahlen hat der liebe Gott geschaffen, alles andere ist Menschenwerk.
Leopold Kronecker
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